Donnerstag, 29. Dezember 2016

Géraldine Honauer & Tizian Baldinger: untitled

Jahr: 2016
Material: mixed media

Beschreibung: Stadtbach
Preis: auf Anfrage

geraldinehonauer.com
tizianbaldinger.com

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Stefan Bucher-Twerenbold: The Courtyard Hound

The Courtyard Hound

Material:    Metall einbrennlackiert, Holz

1845 in einem fernen Land, irgendwo im No(se)mansland passiert die Gründung von New Aarau.
Baugesuche(?), Baugespanne, Baugerüste, Baubeginn.
Wände werden hochgezogen, Türen und Fenster folgen oder
Zargen werden aufgestellt, Türen eingehängt, Wände folgen.



So oder so, lange dauert es bis Hab und Gut gesichert.
Der Hofhund, des Menschen bester Freund, das ist die Lösung.
Sicherheit, Schutz und Treue mit lebenslanger Garantie sei dir gewährt.
Als Dank Baugesuch? Baugespann, Baugerüst, Baubeginn der Hundehütte. 



Aus Hofhund wird Haushund, aus Baubeginn fürs Eigenheim wird Bauverzögerung.
 

Courtyard Hound (Der Hofhund) ist ein fiktiver nicht existenter Roman in David Benioffs Roman City of Thieves (Stadt der Diebe). Eine der schönsten Stellen lautet:
“Talent must be a fanatical mistress. She’s beautiful; when you’re with her, people watch you, they notice. But she bangs on your door at odd hours, and she disappears for long stretches, and she has no patience for the rest of your existence: your wife, your children, your friends. She is the most thrilling evening of your week, but some day she will leave you for good. One night, after she’s been gone for years, you will see her on the arm of a younger man, and she will pretend not to recognize you.” - The Courtyard Hound


www.stefanbucher-twerenbold.ch

Dienstag, 27. Dezember 2016

Eva van der Spek: Taubenhaus

In Aarau soll es zu viele Tauben geben. Vor tausenden von Jahren vom Menschen aus ihren Felsen entführt, wurden sie vor allem in Kriegen als lebende Luftpost missbraucht. Diejenigen die flüchten konnten verwilderten und wurden nun zum Kulturfolger des Menschen. In jeder Siedlung oder Stadt sind sie nun anzutreffen.

Mehr gehasst als geliebt fristen die Tauben ein mehr oder weniger trauriges Dasein. Angelockt vom Müll, den die Gäste von Mc Donalds und Co. auf dem Boden entsorgen. 
Endlich hat man erkannt, dass es nichts nützt, wenn man sie einfach abschiesst oder vergiftet. Ihre Plätze werden sofort von anderen Artgenossen übernommen.
Also hat man in Aarau reagiert und den Lebensraum der Vögel, all die Nischen, Wehre und sonstigen Räume der Altstadt abdecken.

Im Casinopark gibt es einen grossen, professionell geführten Taubenstock. Leider reicht dies bei weitem nicht für alle Tauben.

Die Lösung heisst privates Taubenhaus in New Aarau auf Noseland. Ich stelle ein kleines Taubenhaus für ein älteres Taubenpärchen zur Verfügung. Genauer gesagt ist es eine Ferienresidenz, wo sie der stressigen Weihnachtszeit in der Altstadt Aarau entfliehen können. Sie kriegen auch sauberes Futter. Falls dies zu Ende geht, wäre da noch der nahgelegene Wald. Käme es ihnen dann doch noch in den Sinn Nachwuchs zu erzeugen, könnte man die Geburtenrate durch Eieraustausch kontrollieren. Anstatt zwölf Junge pro Jahr wären es dann noch eins oder zwei.

Wenn jemand ein solches Pärchen kennt, bitte sofort melden!


Montag, 26. Dezember 2016

Albert Suana: Spiel des Friedens

     
Spiel des Friedens


Material: 36 Armierungseisen-Stangen à 65cm, alte Veloschläuche zu Ringen vernäht


Das Spiel des Friedens besteht aus einem quadratischen Punktraster 6m x 6m (Grösse variabel). 36 Armierungseisen ragen ca 30 cm aus dem Boden und bilden Quadratmeter-Einheiten. 

Die vier äusseren Spielecken zeigen die vier Himmelsrichtungen an, Norden ist markiert.

Spielfreudigen stehen verschieden grosse, aus alten Veloschläuchen zusammengenähte "Gummiringe" zu Verfügung, welche in das Gittersystem eingespannt werden können.
So entstehen diverse Muster, Formen, Symmetrien, Zeichen. 

Idee des Spiels ist es, ein individuelles, persönliches Zeichen des Friedens zu "erfinden". Dieses  soll während seiner kurzen Lebensdauer als Sinnbild der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" fungieren, bis es durch ein nächstes, gleichbedeutendes ersetzt wird.

Zur Vergegenwärtigung und Anregung ist die Charta in einer kindgerechten Plakatform von Amnesty International neben dem Spiel aufgestellt.

Die Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen symbolisiert Weltoffenheit und Solidarität  als Grundlagen unseres Zusammenlebens. 

Der konzeptionelle Hintergrund dieses "interaktiven Spielfelds" beruht auf einer erfolgreichen, didaktischen Lerneinheit aus der Geometrie. Mit dem Nagelfeld (in kleiner Form als Nagelbrett mit Gummiringen) wird durch "reines Spielen" ein geometrisches Grundverständnis entwickelt, mit welchem spezifische Fertigkeiten wie zB. Umfang- oder Flächenberechnungen, Zugang zu Gesetzen der Symmetrie, vor allem aber auch Abstraktionsvermögen und Ästhetikempfinden gefördert und geformt werden können. 

Die philanthropische  Erweiterung dieser didaktischen Einheit zielt darauf ab, die Sensibilität für den Begriff "Frieden" in dasselbe "Lernsystem" zu implementieren.

      Mach dir ein Bild vom Frieden –

Die Umsetzung lässt Empfindungen, Wünsche und Vorstellungen jedes einzelnen in eine Figur einfliessen, ohne dass ein Wort darüber verloren, geschweige denn Rechenschaft abgelegt werden muss.

Es gibt kein falsches Friedenszeichen und jeder kann und soll sich davon "ein Bild" machen.

Die Begrifflichkeit hat so viele Gesichter wie die Erde Menschen. Und meint doch nur eines.


Szenario 2030 "Building New Aarau – Slums – Das Friedensspiel"
Das periphere Umfeld New Aaraus unterscheidet sich nicht grundlegend von anderen metropolitanen Agglomerationsgürteln. Durch die nicht abbrechende Landflucht bzw "Global Urbanisation"  zeichnet sich New Aarau ebenfalls durch einen stetigen Zuwachs der Bevölkerung an den Rändern der Stadt aus.

Damit sind auch hier die infrastrukturellen Gegebenheiten oft noch weit entfernt von einem menschenwürdigen Normalzustand.

Schliesslich hat "GUN!"  - das "Global Urban Network", der weltweit grösste Verbund aller sich beteiligenden urbanen Zentren, ein wachsendes politisches Gewicht gegenüber der traditionellen Nationalen Regierungen erhalten.

"GUN!" ist allem voran gelungen, die kommerzielle und damit demokratiefeindliche Social-Media-Plattform Facebook durch ein "antikommerziell ausgerichtetes, offenes Weltbürgernetzwerk" abzulösen und so ein differenziertes und entsprechend repräsentatives Indikationsinstrument für Meinungen und Bedürfnisse der Mehrheit der Weltbevölkerung zu schaffen.

GUN!-User sind explizit keine spezifizierte Algorithmen -Zielgruppe, sondern Teilnehmer eines übergeordneten, basisdemokratisch ausgerichteten Sozialsystems.  

Grundlage zum Beitritt ins GUN! ist die vertragliche Einverständniserklärung jedes einzelnen Benutzers zur Allgemeinen Charta der Menschenrechte von 1948.

Durchbruch/Pionierleistung 2024 von GUN! war das gemeinsame Festlegen eines primären Global Goals:  Freier Zugang zu frischen Trinkwasser weltweit und die lokale Förderung günstiger Latrinensystem!

Nestlé zB sah sich aufgrund der millionenfachen GUN!-Stimmen gezwungen, die über  Jahre weltweit privatisierten und kommerzialisierten Wasserquellen in die Verantwortung autarker Regionalverwaltungen zurückzugeben.

Mithilfe einer gegenseitigen Querfinanzierung aller Beteiligten wurde eine gesicherte Wasserversorgung und der Zugang zu hygienischen Latrinen für alle aktiven GUN!-Metropolen aufgebaut.

Eine immense Zahl engagierter GUN!-User legte damit die Weichen für eine Reihe globaler Sozialprojekte. 
GUN! war zur ersten "basisdemokratisch geführten Weltpartei" geworden.

Auch im Bildungsbereich hat über GUN! ein intensiver Austausch zum Thema "Free Scooling" begonnen. Engagierte PädagogInnen in den diversen Peripherie-Quartieren haben aufgrund mangelnder Finanzen, Infrastruktur und Human Resources damit begonnen, "Schulstoff und Unterricht in der Öffentlichkeit " zu verteilen. Wenn junge Menschen nicht zur Schule gehen können, weil wichtige Voraussetzungen dazu fehlen, dann muss eben die Schule zu den jungen Menschen kommen. 

Basierend auf GUN!, steigt die Menge von Mitwirkenden stetig und generiert  damit eine Fülle von Ideen, Umsetzungen und Erfahrungswerten – ganz nach dem Motto:

"We all can teach".

Die zentrale Idee, interdisziplinäre Lernerlebnisse auf Strassen und Plätzen, in Parks, Brachen, Restaurants, Kirchen, Geschäften bis hin zu privaten Räumen zu installieren, fördert und fordert das Engagement und die soziale Verantwortung für Kinder und Jugendliche. Es ermöglicht damit frei zugängliche Bildungsgebiete, welche im besten Fall durch klassische öffentliche Schulangebote ergänzt werden.

Das "Spiel des Friedens" steht exemplarisch für diese Vision.

www.albertsuana.com

Sonntag, 25. Dezember 2016

Adrian Hossli & Werner Schmid: Rosetta

Konzept für Noseland vom Sonntag 4. Dezember 2016, 14.00 Uhr

R   o   s    e    t    t    a    

Hommage an  R o s e t t a , jüngste Tochter von Andreas Dietsch

Materialien: Feuer, Wasser, Rauch, Holz, Kräuter, Textilien, Eisen, Papier, Kleister, Wachs, Pyrotechnik
                        
I n s t a l l a t i o n  /  P e r f o r m a n c e
Masse: 6 x 8 Meter, freie, ebene, zentrale Fläche

Idee der A g o r a, als zentraler Fest-, Versammlungs- Kult- und Marktplatz einer griechischen Stadt. Bei Homer: Fehlen einer Agora, als Anzeichen für Recht- und Gesetzlosigkeit, keine Demokratie.
Ursprünglich ungestalteter, ebener Freiraum als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der künftigen Stadt.

Versammlungsort mit Redefreiheit (2 diametrale Rednerpulte)
Kultstätte (Opferaltar vor der Ehrenstatue der Göttin  R o s e t t a )
Markierung der Raumbegrenzung durch Signale und Sonnenzeichen.

Die Agora von Athen fand ihre Forsetzung im Forum Romanum, die  bis zur Utopie von  N e w 
A a r a u  reicht

Samstag, 24. Dezember 2016

Hanspeter Keller: rEN10337-7:2010-9 (gleich, gleicher, am gleichesten)


Hanspeter Keller

Titel: prEN10337-7:2010-9 (gleich, gleicher, am gleichesten)
Zeichnungen: 1) Bleistift, Farbstifte auf Passepartout-Karton
           2) Bleistift, Farbstifte, Collage auf Papier auf Passepartout-Karton
 Tafeln: Aluminium, Farbe, Schrauben, Holz grundiert, Markier-Farbe „Edelweiss“
Preis: Auf Anfrage
Die europäische Norm prEN10337-7:2010-9 schreibt vor, dass jedes Land eine bestimmte Anzahl öffentlicher Parkplätze in Abhängigkeit der Bevölkerung zur Verfügung stellen muss, jedoch im Minimum zwei. Die neue basisdemokratische Organisation der EU überlässt es den einzelnen Mitgliedern, diese individuell zu bewirtschaften.
Noseland schränkt die Benutzung auf einen kleinen Personenkreis im Sinne der Verfassung  „in Würde vor dem Leben“ ein. Die eingehenden Gesuche, unter anderem Bill Gates, Fracine Jordi, Recep Tayyip Erdoğan, Martina Hingis, Christoph Blocher und viele andere wurden geprüft. Schlussendlich stimmten Mark Elliot Zuckerberg und Paris Whitney Hilton am besten mit der Verfassung überein.

www.hanspeter-keller.ch
www.ddnakw.ch

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kurt F. Hunkeler: Building New Aarau

Urbaner Wohnraum als immer gleiche Wiederholung, da angesetzt wo er gerade gebraucht wird und
noch Platz ist. Es gibt keine architektonische Form, ausser eine, immer gleichgrosse,
zylinderförmige Behausung. Sie dient je nachdem als Wohnraum, Arbeitsraum, Freizeitraum etc.
In New Aarau kann sich niemand mit einem grossen Haus profilieren, da es nur dieses eine Haus
gibt.


Tabakbüchsen, Schrauben und Muttern, Masse je nach Bauboom

erste Versuche der New Aarau Pioniere